Wie versteinert eine Feder?

Philip, 11 Jahre


Was sind Fossilien


Das Wort Fossilien leitet sich vom lateinischen Wort „fodere“ (graben) ab und bedeutet „ausgegraben“. Wissenschaftler, die sich mit diesen Fossilien befassen, nennt man Paläontologen. Sie untersuchen Fossilien um mehr über die Entwicklung der Erde und ihre Geschichte zu erfahren.

Man unterscheidet außerdem zwischen Körperfossilien und Spurenfossilien. Körperfossilien sind Überreste von Organismen, also von Bakterien, Pflanzen, Tieren und natürlich auch von Menschen. Dazu gehören Knochen, Zähne, Krallen und Eier. Zu den Spurenfossilien zählt alles, was Lebewesen als Spuren hinterlassen haben.

Wie entstehen Fossilien?


Nicht jedes gestorbene Lebewesen oder jeder Spur bleibt für die Nachwelt erhalten. Normalerweise sorgen Raubtiere, Aasfresser und Kleinstlebewesen wie Bakterien, Maden und Würmer, dass Tier- und Pflanzenreste gefressen oder abgebaut werden.

Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Fossilien entstehen, ist das Fehlen von Sauerstoff.

Was ist eine Versteinerung?


Von „Versteinerung“ spricht man, wenn die Überreste eines Organismus vollständig zu Gestein umgesetzt wurden. Es gibt nämlich auch noch andere Arten von Fossilien. Anstatt in Sand oder Schlamm eingebettet zu werden, können Tiere und Pflanzen auch in Eis eingefroren werden, wie etwa Mammute im Permafrostboden in Sibirien. Oder sie werden in Baumharz eingeschlossen, das mit der Zeit zu Bernstein wird.

Bei der Verwandlung von einem Körper in eine Versteinerung passiert ein ähnlicher Prozess wie bei der Umwandlung von Schlamm, Kalk oder Sand in festes Gestein. Wenn sich über einer Schicht von Sand oder Kalk immer neues Material anhäuft, dann wächst der Druck auf die eingeschlossene Schicht. Dadurch steigt auch die Temperatur. Kommen nun noch gelöste Stoffe aus dem Grundwasser dazu, kann es vorkommen, dass sich Sandkörner miteinander verbinden. Man sagt auch dazu, die Stoffe verbacken mit der Zeit mit den Hartteilen des Knochens, bis das ganze Fossil schließlich versteinert ist. So entsteht im Laufe von Jahrmillionen festes Gestein. 

Wann kann ich ein Fossil finden?


Um ein Fossil zu finden, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: Das Tier muss an einem feuchten Ort, also an einem Fluss oder See gestorben sein. Dann muss es ins Wasser gespült und mit Sand und Schlamm begraben worden sein. Im Normalfall versteinern dann die Hartteile, also Knochen und Zähne. Durch Bewegungen im Erdinnern wird das Gestein angehoben und die Fossilien kommen wieder dicht an die Oberfläche.

 

Wie versteinern feine Strukturen?


Wenn auch im Normalfall eher die Hartteile versteinern, so können auch feinere Strukturen versteinert oder als Abdruck dargestellt werden. Insbesondere hoher Druck und feiner Sand am entsprechenden Ort sorgen dafür, dass zum Beispiel auch eine Feder sichtbar werden kann. So geschehen beim Archaeopteryx in Solnhofen im Altmühltal.

Eine besonders ergiebige Fundstätte für Fossilien ist auch die Grube Messel nahe bei Darmstadt. Bei vielen Fossilien der Grube Messel sind sogar Hautschatten, Haare und Federn zu erkennen. Der Grund für den guten Erhaltungszustand der Fossilien ist die große Tiefe des Sees. Er war beachtlich 1.450 Meter tief.


Rekord


3,5 Tonnen wiegt der größte Ammonit der Welt. Das schneckenförmige Fossil hat fast zwei Meter Durchmesser und kann im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster bestaunt werden. Es ist 80 Millionen Jahre alt.


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